Review: Summerjib II (jibben)
Jor!
Nachdem ich letzte Woche einigermaßen umschrieben habe, wie der Bau der Boxen ablief, kommen heute noch ein paar Hinweise, Fahrberichte und ein Gesamtfazit hinzu. Das ist vielleicht für alle die Schlümpfe interessant, die vorhaben sich nächste (Sommer-) Saison auch sowas in der Art zu bauen.
Zunächst einmal muss ich sagen, dass sich die Boxen vom Feeling her exakt so fahren lassen wie die, die man in jedem Park vorfindet. Natürlich sind die meist etwas aufwendiger gebaut, so dass man noch Rohre an jeder Seite hat, aber das merkt man so gut wie überhaupt nicht.
Ein Schwachpunkt der Bierbänke ist der hohe Schwerpunkt und die damit verbundene Schwierigkeit die Dinger fest zu bekommen. An sich kein Problem, doch wenn’s ans Pretzeln geht, ist die Hebelwirkung doch ziemlich mächtig. Das hier eine sperrige Holzkonstruktion (klar) im Vorteil ist, da sie sich schon durch ihr eigenes Gewicht selbst zu einem gewissen Grad fixiert, ist logisch. Doch wie letzte Woche erwähnt, haben wir zu gunsten der Transportabilität gegen so einen Koloss entschieden. Daher muss man ein bisschen rumprobieren, und die Bänke beispielsweise mit Stahlpflöcken oder schweren Steinen fixieren. Möglich ist es außerdem, die Beine gar nicht zu benutzen und die Bänke im zusammengeklappten Zustand irgendwo drauf zu legen (Steine, eure Mütter, müsst ihr mal testen).
Ein weiterer Vorteil neben dem Gewicht, der Platzersparnis und der Transportfähigkeit ist auch die Flexibilität was die Anordnung der Bänke angeht. Bei entsprechendem Terrain kann man z.B. 6m straight, 6m down, flat-down-flat, A-frame und sonstiges bauen. Das rockt halt! Bisher haben wir allerdings nur 2 Bänke fertig, so dass wir in dieser Hinsicht noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben.
Wie bereits erwähnt darf man die Anfahrt nicht unterschätzen. entweder solte man einen steilen Hang benutzen oder man muss sich etwas umständlich etwas aus Holz bauen. Das ist dann natürlich wieder nicht transportabel, so dass man eigentlich auf eine bereits (wie auch immer) gegebene Anfahrt zurückgreifen sollte.
Dabei will ich nicht vergessen zu erwähnen, dass die Art des Kunstrasens (oder auch Rasenteppichs) so gut wie überhaupt keine Rolle spielt. Das dachten wir zwar zunächst, doch nach eingehenden (und zeitraubenen, WTF) Tests erab sich, dass es ausschließlich auf das Gefälle und die Länge der Anfahrt ankommt! Außerdem reicht dann reines Wasser. Irgendwelche Schmiermittel à la Schmierseife oder ähnliches ist nicht notwendig. Kann aber bei einer zu flachen/kurzen Anfahrt immerhin etwas helfen. Bei unserer Rutsche hat es trotzdem nicht ausgereicht!
Fazit:
Im Endeffekt haben wir zwei Dinge unterschätzt:
1. Die Kosten für die Kunststoffplatten. Diese waren (auch aufgrund eines Missverständisses) exorbitant teuer, so dass sich diese Konstruktion nur bezahlen lässt wenn man mit min. 5 Leuten am Start ist (insgesamt waren es glaube ich 240€ nur für die Platten!).
2. Das try-and-error bezüglich der Anfahrt hat enorm viel Zeit und Nerven gekostet. Wir haben sicher – auch dem Umstand gedankt das nicht immer alle mit dem vorher propagierten Elan dabei waren – eine Woche gebraucht um die Sache mit dem Kunstrasen und der Anfahrt herauszufinden.
Absolut unproblematisch waren dagegen der Zusammenbau der Bänke sowie die Benutzung :-) Ich hoffe, dass die beiden Artikel zumindest etwas hilfreich, bzw. motivierend für einige Leser waren. Falls das zutrifft, könnt ihr auch gerne mal den ein oder anderen sinnfreien Kommentar hinterlassen!
P.S.: wir haben 10mm starke platten verwendet. Natürlich genügen auch 5mm oder sogar etwas weniger. Das senkt natürlich auch den Preis erheblich. Kaufen kann man die Dinger bei jeder Firma die Industrie-Kunststoffe herstellt, und zwar schon auf den mm zugeschnitten!
That’s it!
Tags: backyard skiing, bierbänke, box, freestyle, Park, rail, summerjib, summerrail








